“Nehmen Sie, wenn andere geben wollen!” – Immer wieder wird vom Herdentrieb an den Börsen gesprochen. Das blinde Mitschwimmen mit der Masse der Anleger ist gefährlich. Daraus lässt sich ableiten, dass man dann Aktien kaufen sollte, wenn man absolut keine Lust dazu hat! Nun, der Montag dieser Woche hat wohl zahlreichen weiteren Markteilnehmern den Schneid abgekauft und zu einem neuen Stimmungstief geführt. Zeit also, um gemäss dem oben erwähnten Contrarian-Argument neue Aktienpositionen aufzubauen?
Gemessen an den Schlusskursen vom Montag (29.9.08) waren 78.2% aller Aktien im S&P500-Index (übrigens zur Zeit nicht mehr 500…) überverkauft. Diese Aktien befinden sich mehr als eine Standardabweichung unter dem 50-Tage gleitenden Durchschnitt. Solche Situationen sind eher selten. Der nebenstehende Chart zeigt alle Zeitpunkte, in denen mehr als 75% der Aktien im S&P500 überverkauft waren. Zahlreiche sehr gute Kaufgelegenheiten lassen sich finden. Aber vorsicht: Im Juli 2002 hat die überverkaufte Phase fast den ganzen Monat gedauert. Und die Gegenbewegungen im aktuellen Bear-Markt waren jeweils sehr kurz.
Wer die aktuelle Marktsituation für Aktienkäufe nützt, sollte dies also keinesfalls ohne Stop-Loss-Limite tun! Also bereits beim Einstieg definieren, wo die Schmerzgrenze liegt. Wo einem “die Sache” zu bunt wird. Buy and Hold wird in diesen Märkten kaum funktionieren.
Quelle: http://bespokeinvest.typepad.com/
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